Ausstellung von Künstlerin Annika Mühltaler im Rathaus

Am 22. Januar 2026 um 18 Uhr findet im Rathaus die Vernissage statt.
Die Künstlerin wird anwesend sein und steht den Besuchern bei Fragen Rede und Antwort.

Die Exponate von Frau Mühltaler werden bis Mitte April auf drei Stockwerken im Rehauer Rathaus ausgestellt sein und sind zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses frei zugänglich.

"Es ist meine Einladung an alle, beim Betrachten meiner Werke tief einzutauchen und die eigene Fantasie und Emotionen zu aktivieren.“ In ihren Gemälden verarbeitet die Produktdesignerin aus Rehau Acrylfarbe, Tusche und Pastellkreide in Kombination mit Sand, Kaffee und Stoffen – Material, das einen neuen Nutzen bekommen darf. Die Themen, denen man in Annika Mühltalers Gemälden begegnet, sind nicht einer bestimmten Kategorie zugeschrieben. Sie sind vielmehr eine Sammlung ihrer alltäglichen Gedanken und Eindrücke, die verarbeitet werden wollen. „In all meinen Kunstwerken ist sicherlich ein Stück meiner Seele verarbeitet, die ich preisgebe und in kleinen Portionen in die Welt freigebe. Aber ausschlaggebend für die Geschichte eines jeden Bildes ist DEINE Interpretation. Jeder Betrachtende assoziiert andere Elemente, Emotionen und Werte mit den Bildern. Das ist das spannende an abstrakter Kunst, sie nimmt uns mit auf eine Gedanken-Reise und lässt uns in unser Innerstes schauen.“

Das Bild zeigt die Künstlerin Annika Mühltaler

Neben der Malerei beschäftigt sich die Künstlerin mit der Fotografie, besonders im Bereich der Architektur und Natur. „Treppenhäuser inspirieren mich, in ihnen liegt so viel Geschichte, so viel Bewegung trotz statischer Existenz.“ Die Künstlerin zählt Treppenhäuser zu ihren Lieblingsmotiven in der Fotografie. Sie kombiniert Fotografie mit Malerei in ihren digitalen Werken und lässt so neue Welten entstehen. Neben zahllosen Stufen haben es ihr auch Strukturen in Stein, Beton und Holz angetan. „Es gibt so vieles in unserem Alltag zu entdecken, Werke die keiner bewusst geschaffen hat, die ich mit voller Absicht festhalten will. Die Zeit, Niederschläge, Wind, Ablagerungen, mechanische Kräfte durch Mensch und Maschine haben die Werke entstehen lassen, sie geformt und verfeinert. Die Kunst liegt uns förmlich zu Füßen, manifestiert sich in Böden, Wänden und Dächern.“ Ihre Motive in der Malerei ähneln oft den Strukturen, die sie mit der Kamera festgehalten und dadurch Momente konserviert hat.

Annika Mühltaler findet Ruhe im Chaos, Stille in der Bewegung. Sie hält die Vergänglichkeit und Veränderung von Orten in ihren Fotografien fest und gibt ihnen dadurch eine neue Perspektive. Die Koexistenz von Neuem und Altem, von Geschaffenem und vermeintlich zufällig passiertem wird in der Serie „Abrissparty – Weggefährten im Alltag“ sichtbar. Die Künstlerin lädt die Betrachtenden ein, ihr in die Toskana zu folgen, nach Berlin, Südfrankreich, in die Schweiz und weitere Orte, an denen sie wachsam die Vergänglichkeit von von Menschen erschaffenen Bauwerken einfängt. Orte, deren beste Zeiten vorüber sind, die zu Bruch gegangen sind, wortwörtlich Zerreißproben hinter sich haben. Und dennoch ihre volle Schönheit entfalten. Für alle Neugierigen ist dies die Einladung, mit einem wachsamen Auge durch die Welt zu gehen und sich bewusster der eigenen Umgebung zu widmen – ganz egal, wo wir unterwegs sind. „Finde auch du deine Geschichte.“

Das Bild zeigt Gemälde von Annika Mühltaler