
Die Stadtwerke Rehau versorgen etwa 10.000 Einwohner in Rehau und den angeschlossenen Ortsteilen (Pilgramsreuth, Fohrenreuth/Eulenhammer, Neuhausen/Schönlind, Wurlitz/Woja, Faßmannsreuth, Dobeneck, Prex und Oberprex; inklusive Zweitwohnsitze) zuverlässig mit hochwertigem Trinkwasser. Das Wasser stammt aus lokalen Tiefbrunnen sowie dem Gewinnungsgebiet Weißenstadt und wird durch moderne Ultrafiltrationsanlagen und UV-Desinfektion ohne chemische Zusätze aufbereitet. Seit 2026 ist die Veolia Wasser Deutschland GmbH im Auftrag der Stadtwerke für den operativen Betrieb der Wasserversorgung verantwortlich.
Kontaktinformationen
Für alle Belange rund um die Wasserversorgung stehen Ihnen die Mitarbeiter der Veolia Wasser Deutschland GmbH am Standort Rehau zur Verfügung:
Veolia Wasser Deutschland GmbH
Bahnhofstraße 16
95111 Rehau

Geschichte der Wasserversorgung (1900–1950)
Die öffentliche Trinkwasserversorgung in Rehau hat eine lange Tradition, die um 1900 begann. Zu dieser Zeit waren bereits etwa 400 Anwesen mit rund 4.000 Einwohnern angeschlossen.
- 1912: Aufgrund wiederkehrender Trockenperioden wurden zusätzliche Quellen erschlossen, um den Wassermangel zu beheben.
- 1922: Um eine dauerhaft sichere Versorgung zu gewährleisten, wurde der erste Tiefbrunnen am „Alten Faßmannsreuther Weg“ gebohrt. Mit seiner hohen Ergiebigkeit sicherte dieser die Versorgung bis nach dem Zweiten Weltkrieg.
- 1931: Erste Probleme traten auf, da das saure Quellwasser die metallenen Rohre korrodierte. Als Reaktion darauf wurde die erste Entsäuerungsanlage neben dem Hochbehälter „Am Schild“ errichtet. Gleichzeitig erweiterte man den Hochbehälter um eine Wasserkammer mit 420 m³ zusätzlichem Fassungsvermögen.
Ausbau und Modernisierung (1950–2000)
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Rehau ein rasantes Wachstum: Die Bevölkerungszahl stieg von 6.500 auf 10.000 Einwohner. Dies machte einen massiven Ausbau der Wasserversorgung erforderlich.
- 1954: Ein zweiter Tiefbrunnen wurde in Betrieb genommen und der Hochbehälter „Am Schild“ auf eine Gesamtkapazität von 2.200 m³ erweitert.
- Ab den 1950er Jahren: Um auch die neu entstandenen, höher gelegenen Baugebiete mit ausreichend Druck zu versorgen, wurden stadtweit fünf Pumpwerke installiert.
- 1960er Jahre: Die Stadt investierte in den Bau von drei weiteren Tiefbrunnen im Höllbachtal (wovon einer kurz darauf stillgelegt werden musste).
- 1986: Zur weiteren Verbesserung der Versorgungssicherheit und Erschließung neuer Gebiete entstand das Wasserwerk „Süd“ zwischen Pilgramsreuth und Fohrenreuth. Mit seinem 1.000 m³ Hochbehälter wurden die bisherigen Druckpumpwerke überflüssig. Im selben Jahr wurde die ehemals eigenständige Gemeinde Pilgramsreuth an das Rehauer Netz angeschlossen.
- 1989 und 2001: Im neuen Wassergewinnungsgebiet Kleppermühle wurden zwei Tiefbrunnen gebohrt, deren Wasser im Hochbehälter „Süd“ zu Trinkwasser aufbereitet wird.
- Anschluss weiterer Ortsteile: Auch Wurlitz, Schönlind, Neuhausen und Einzelanwesen wurden in den Folgejahren angebunden. Für die über 100 Meter höher gelegenen Ortsteile Schönlind und Neuhausen musste hierfür ein Pumpwerk in Heinersberg errichtet werden.
- Fokus auf Qualität: Nach Abschluss der Erschließungsarbeiten lag der Schwerpunkt auf der Technik. Es erfolgten umfassende Sanierungen und im Hochbehälter „Am Schild“ wurden eine UV-Desinfektionsanlage sowie 2005 die Ultrafiltration eingebaut. Diese Investitionen garantieren höchste Wasserqualität ohne den Einsatz chemischer Desinfektionsmittel.
Neu-Organisation des Betriebs der Wasserversorgung
Die Organisation der Wasserversorgung wurde im Jahr 1999 grundlegend neu strukturiert, nachdem die Stadtwerke Rehau die Stromversorgung verkauft hatten.
- Betriebsführung durch private Hand: Aus Wirtschaftlichkeitsgründen wurde der komplette Betrieb der Wasserversorgung und des Freibades im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung an einen privaten Dienstleister vergeben.
- Zunächst übernahm die SüdWasser GmbH diese Aufgabe bis Ende 2025.
- Im Jahr 2025 gewann die Veolia Wasser Deutschland GmbH die neue Ausschreibung.
- Seit 2026: Veolia ist für den laufenden Betrieb der Trinkwasserversorgung inklusive des Freibadbetriebs verantwortlich.
- Zuständigkeiten im Detail:
- Stadtwerke Rehau: sind Eigentümer aller Anlagen, zuständig für alle Investitionen und erhalten sämtliche Gebühren und Einnahmen. Sie sind verantwortlich gegenüber den Wasserbeziehern.
- Veolia: managt im Auftrag der Stadtwerke gegen ein pauschales Entgelt den laufenden Betrieb, d. h. übernimmt alle Wartungs-, Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen, die Personal- und Betriebskosten, die kaufmännischen und rechtlichen Aufgaben, die Kundenbetreuung sowie die Sicherstellung des 24h-Notdienstes.
- Sicherung der Versorgung:
- 2020: Aufgrund der seit Jahren zu geringen Niederschläge und der daraus resultierenden niedrigen Grundwasserstände wurde eine sieben Kilometer lange Anschlussleitung an die Wasserleitung der Stadtwerke Hof aus dem Gewinnungsgebiet Weißenstadt gebaut, um die Wasserversorgung in Rehau auch zukünftig sicherzustellen.

STADTWERKE REHAU
Weitere Informationen auf der Internetseite der Stadtwerke.