Die Stadt Rehau und die Stadtwerke Rehau treiben die Planungen für die umfassende Sanierung des Rehauer Freibades weiterhin konsequent voran. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von über elf Millionen Euro ist inzwischen bis zur Baugenehmigungsreife vorbereitet.
Wichtiger Baustein fehlt
Für die Umsetzung der Maßnahme ist eine Förderung des Freistaats Bayern in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro vorgesehen. Die endgültige Förderzusage steht derzeit jedoch noch aus. Da diese Voraussetzung für den Baubeginn ist, kann die ursprünglich vorgesehene Umsetzung im Herbst 2026 nicht mehr erfolgen.
Bürgermeister Michael Abraham erklärt: „Die Planungen sind abgeschlossen und wir sind bereit, das Projekt umzusetzen. Allerdings warten wir noch immer auf die Förderzusage des Freistaats Bayern, damit wir die nächsten Schritte einleiten können.“
Auch die Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns liegt bislang nicht vor. Erst nach Vorliegen der entsprechenden Förderentscheidung können die Ausschreibungen und Vergaben erfolgen.
Die Verzögerung bedeutet zugleich, dass das Rehauer Freibad voraussichtlich auch in der Badesaison 2027 - zumindest zu Beginn - geöffnet sein wird. Nach Erteilung der Förderzusage wird für die eigentliche Sanierung eine Bauzeit von knapp zwei Jahren, also rund eineinhalb Freibadsaisons eingeplant.
Stadt und Stadtwerke stehen weiterhin in engem Austausch mit den zuständigen Stellen und hoffen auf eine zeitnahe Förderentscheidung, damit das wichtige Zukunftsprojekt für das Rehauer Bevölkerung möglichst bald umgesetzt werden kann.
Warum die Sanierung notwendig ist
Das Rehauer Freibad, das seit 1981 in Betrieb ist, steht vor einer umfassenden Generalsanierung. Eine Zustandsanalyse bestätigte zwar den guten Pflegezustand der Anlage, machte jedoch deutlich, dass insbesondere die technische Ausstattung, die Becken, Leitungen und Betonbauteile grundlegend erneuert werden müssen. Einzelne Sanierungsmaßnahmen sind aufgrund des Alters der Anlage und geänderter Vorschriften nicht mehr ausreichend.
Der Stadtrat beschloss deshalb Ende 2023 die Planung einer Generalsanierung und entschied sich schließlich für die umfangreichste Variante mit Erhalt aller Becken, einer neuen Breitrutsche, barrierefreien Zugängen sowie einer vollständigen Erneuerung der Technik und Infrastruktur. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt einer staatlichen Förderung. Nach der damals vorgesehenen Planung sollte die Sanierung nach der Freibadsaison 2026 beginnen und das modernisierte Bad zur Saison 2028 wiedereröffnet werden.
Welche Neuerungen die Sanierung beinhaltet
Geplant ist eine umfassende Modernisierung des Freibads bei gleichzeitigem Erhalt seines bisherigen Charakters. Alle Becken bleiben erhalten und werden mit einer langlebigen Edelstahlauskleidung versehen. Zusätzlich entsteht eine neue Breitrutsche. Große Bedeutung wird der Barrierefreiheit beigemessen: Sämtliche Becken werden über Rampen erreichbar sein, das 50-Meter-Schwimmerbecken erhält zudem einen barrierefreien Einstieg. Darüber hinaus werden die komplette Badewassertechnik, die Sanitäranlagen, Umkleiden sowie die Außenanlagen erneuert und an aktuelle technische und energetische Anforderungen angepasst. Ziel ist es, das Freibad zukunftsfähig aufzustellen und den Badegästen auch künftig ein attraktives Freizeitangebot zu bieten.

